Muster wahlzettel bundestagswahl 2017

Demnach gibt es derzeit 630 Sitze im Bundestag. Der SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat Martin Schulz und andere Parteichefs erklärten, die SPD werde die derzeitige große Koalitionsregierung nach unbefriedigenden Wahlergebnissen nicht fortsetzen. [27] Nach der Ankündigung der SPD, in die Opposition zurückzukehren, spekulierten die Medien, dass Kanzlerin Angela Merkel möglicherweise eine Jamaika-Koalition (schwarz-gelb-grün) mit den Freien Demokraten und den Grünen bilden müsse, da dies die einzige tragfähige Koalition ohne Die AfD oder Die Linke sei, die beide von Merkel als Koalitionspartner vor der Wahl ausgeschlossen worden seien. Am 9. Oktober 2017 kündigte Merkel offiziell an, die Freien Demokraten und die Grünen ab dem 18. Oktober 2017 zu Gesprächen über den Aufbau einer Koalitionsregierung einzuladen. [29] [30] Das deutsche Wahlsystem basiert auf dem Verhältniswahlrecht, enthält aber Elemente der ersten Wahl. Wer die Mehrheit im Bundestag hat, hängt zunächst von der Anzahl der Zweitstimmen der einzelnen Parteien ab. Die Hälfte der insgesamt 598 Bundestagsabgeordneten sind Politiker, die in einem der 299 Wahlkreise Deutschlands die meisten Erststimmen erhalten haben. Die andere Hälfte der Abgeordneten wird über Parteilisten in den einzelnen Bundesländern gewählt. Die offiziellen Stimmzettel werden verwendet, um die abgegebenen Stimmen nach Geschlecht und Geburtsjahr zu analysieren.

Alle Stimmzettel eines Wahlbezirks, der in der Stichprobe steht, haben einen “Mann” oder “Frau” für das Geschlecht sowie das Geburtsjahr im oberen Bereich aufgedruckt. Bei der letzten Bundestagswahl 2013 hatte die amtierende Regierung aus CDU, CSU und FDP keine Mehrheit an Sitzen behalten. Die FDP[1] kam 2013 nicht auf über 5 Prozent der Stimmen und verweigerte erstmals in ihrer Geschichte die Sitze im Bundestag. Dagegen erzielte die CDU/CSU mit fast 42 Prozent der Stimmen und knapp 50 Prozent der Sitze ihr bestes Ergebnis seit 1990. Die CDU/CSU verhandelte dann erfolgreich mit den Sozialdemokraten (SPD) zur Bildung einer großen Koalition zum dritten Mal. [2] Mit ihrer “Zweitstimme” bestimmen die Wähler die relative Stärke der Parteien im Bundestag. Die Zweitstimme ist daher die entscheidende Abstimmung, da sie vorschreibt, welche Fraktion oder Parteienkoalition eine Mehrheit haben wird, die es ihnen ermöglicht, ihren Wunschkandidaten zum Bundeskanzler zu wählen. Aber MMP ist eine Kompromisslösung, die immer noch einige der schlimmsten Merkmale des Wahlsystems von Westminster beibehält, wie z. B. verschwendete Stimmen. Obwohl eine Verbesserung gegenüber “reinen” First Past the Post, bedeutet das System der Parteilisten, dass Parteien eine Menge Kontrolle darüber haben, wer gewählt wird. Was die Sache noch verschlimmert, das System schafft Anreize für eine Wahlspaltung, was zu Unverhältnismäßigkeiten bei den Wahlergebnissen führt.

Die anderen Parteien, die im Bundestag vertreten waren, waren die Linke und die Grünen, die jeweils knapp 9 % der Stimmen erhielten.

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